Der Weg der adapa Group: Kosmetik- und Home-Care-Verpackungen PPWR-konform gestalten – ohne Kompromisse bei der Performance
Mit der europäischen Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) verändern sich die Anforderungen an Verpackungen grundlegend. Die Verordnung stellt deutlich höhere Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen und soll den Übergang zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft beschleunigen. Die adapa Group begleitet Hersteller aus der Kosmetik- und Home-Care-Branche auf diesem Weg mit Verpackungslösungen, die Nachhaltigkeit und industrielle Performance miteinander verbinden.
Für viele Hersteller besteht die zentrale Herausforderung darin, die neuen regulatorischen Vorgaben umzusetzen, ohne die Effizienz bestehender Produktionsprozesse zu beeinträchtigen. Gerade bei Hochgeschwindigkeitsanlagen können eingeschränkte Siegelfenster, geringere Maschinengeschwindigkeiten oder steigende Ausschussquoten die Vorteile neuer Verpackungskonzepte schnell zunichtemachen.
Die adapa Group versteht den Übergang zu Designed for Recycling (D4R) deshalb nicht nur als Materialwechsel, sondern als industrielle Transformationsaufgabe. Entscheidend sind Materialeigenschaften, Verarbeitbarkeit und die Kompatibilität mit bestehenden Produktionsanlagen. Entwicklungsprojekte werden deshalb eng auf die Produktionsprozesse der Kunden abgestimmt und bereits in frühen Entwicklungsphasen unter industriellen Bedingungen validiert. „Die PPWR macht Recyclingfähigkeit aus einer allgemeinen Verpflichtung zu einer konkreten, überprüfbaren Anforderung“, sagt Michelle Marrone, Head of Sustainability bei der adapa Group. „Für Hersteller von Kosmetik- und Home-Care-Produkten bedeutet das, dass sich Verpackungslösungen sowohl auf der Produktionslinie als auch anschließend in europäischen Recyclinganlagen bewähren müssen, also nicht nur auf dem Papier.“
Feuchttücher: Prozesssicherheit unter anspruchsvollen Bedingungen
Verpackungen für Feuchttücher zählen zu den anspruchsvollsten Anwendungen flexibler Verpackungen. Sie müssen sich auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten zuverlässig verarbeiten lassen, gleichzeitig eine ausreichende Steifigkeit für eine stabile Maschinengängigkeit aufweisen und dauerhaft dichte Siegelnähte gewährleisten, die das Produkt über die gesamte Haltbarkeitsdauer vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Alkoholhaltige oder andere aggressive Inhaltsstoffe erhöhen zusätzlich die Anforderungen an die Materialauswahl.
Durch den Einsatz von Monomaterialstrukturen auf Basis von PP oder PE lässt sich die Recyclingfähigkeit deutlich verbessern. Je nach Anwendung können zudem Rezyklate integriert werden. In den von der adapa Group entwickelten Lösungen sind beispielsweise bis zu 30 Prozent chemisch recyceltes Post-Consumer-Rezyklat (PCR) in PP-Strukturen sowie bis zu 50 Prozent mechanisch recyceltes PCR in PE-Strukturen möglich – sofern das Produkt nicht in direktem Kontakt mit der Verpackungsfolie steht.
Da mechanisch recyceltes PCR stärkeren Schwankungen bei der Schmelzflussrate und der mechanischen Festigkeit unterliegt als Neuware oder chemisch recycelte Kunststoffe, prüft die adapa Group neue Folienstrukturen direkt auf den Produktionsanlagen ihrer Kunden. Bewertet werden unter anderem Siegelintegrität, Bahnführung und erreichbare Maschinengeschwindigkeiten. Die Ergebnisse schaffen Planungssicherheit und reduzieren das Risiko bei der Einführung neuer Verpackungslösungen.

Zugbandbeutel: Hohe PCR-Anteile für die Serienproduktion
Zugbandbeutel für Home-Care-Anwendungen werden in hohen Stückzahlen produziert und bieten daher großes Potenzial für den Einsatz von Rezyklaten. Die adapa Group hat Mono-PE-Systeme mit rund 80 Prozent mechanisch recyceltem Post-Consumer-Rezyklat (PCR) entwickelt. Gleichzeitig ersetzen vollständig recyclingfähige PE-Zugbänder herkömmliche Viskosebänder, sodass die gesamte Verpackung mit bestehenden Recyclingströmen kompatibel bleibt.
Für Verarbeiter und Markenhersteller müssen Verschlussfunktion, Verarbeitbarkeit und Produktionseffizienz trotz hoher PCR-Anteile erhalten bleiben. Durch Materialien, die auf etablierte Verarbeitungsparameter abgestimmt sind, lässt sich der Rezyklatanteil deutlich erhöhen, ohne die Prozessstabilität zu beeinträchtigen. Mehrere Hersteller haben diese Verpackungslösungen bereits erfolgreich in ihre Serienproduktion integriert.
Nachfüllbeutel: Mehr Ressourceneffizienz durch Wiederverwendung und recyclingfähige Verpackungen
Nachfülllösungen gewinnen zunehmend an Bedeutung, da Markenhersteller ihre Ressourceneffizienz verbessern möchten. Flexible Nachfüllformate ermöglichen die Wiederverwendung bestehender starrer Primärverpackungen, reduzieren gleichzeitig den Materialverbrauch und bieten nachhaltigere Verpackungskonzepte.
Viele der derzeit auf dem Markt erhältlichen Nachfüllbeutel bestehen jedoch noch immer aus nicht recyclingfähigen Multimaterialverbunden. Der Umstieg auf Monomateriallösungen erfordert daher eine sorgfältige Balance zwischen Recyclingfähigkeit, Produktschutz und Prozesssicherheit.
Nachfüllbeutel für flüssige und halbflüssige Produkte müssen anspruchsvolle technische Anforderungen erfüllen. Sie müssen Falltests standhalten, auch bei durch Produktrückstände verunreinigten Siegelbereichen zuverlässige Siegelnähte gewährleisten und sich mit möglichst geringen Anpassungen in bestehende Abfülllinien integrieren lassen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, entwickelt die adapa Group recyclingfähige Monomateriallösungen, die herkömmliche Verbundmaterialien mit geringen oder ganz ohne Prozessanpassungen ersetzen können. In umfangreichen industriellen Tests werden Fallfestigkeit, Siegelsicherheit und die Performance auf der Abfülllinie geprüft, bevor neue Strukturen für den industriellen Einsatz freigegeben werden.


PPWR: Recyclingfähigkeit und industrielle Leistungsfähigkeit im Einklang
Die PPWR schafft den regulatorischen Rahmen für eine Kreislaufwirtschaft in Europa, in der recyclingfähige Verpackungen, der Einsatz von Rezyklaten und wiederverwendbare Lösungen eine zentrale Rolle spielen. Ihr Erfolg wird letztlich davon abhängen, ob sich diese Lösungen im industriellen Maßstab umsetzen lassen, ohne die Prozessstabilität oder Produktionseffizienz zu beeinträchtigen.
Die adapa Group entwickelt PPWR-konforme Verpackungslösungen in enger Zusammenarbeit mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette und validiert diese bereits frühzeitig auf industriellen Produktionsanlagen. Das Ergebnis sind Verpackungen mit hoher Prozesssicherheit und zuverlässiger Performance auf Hochgeschwindigkeitslinien. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Kreislaufwirtschaft erfolgreich voranzutreiben.
Über die adapa Group
Die adapa-Gruppe ist der europäische Partner der Wahl für flexible Verpackungslösungen. adapa passt sich den sich verändernden Bedürfnissen der Kunden in der Lebensmittel-, Tabak-, Haushalts- und Körperpflege- sowie der Healthcare-Industrie an und bietet effiziente Lösungen, die auf Performance und Kreislauffähigkeit ausgelegt sind. adapa verfügt über jahrzehntelange Erfahrung und hat sich von einer Gruppe von Familienunternehmen zu einem führenden europäischen Anbieter von flexiblen Verpackungen entwickelt. Von der Extrusion über den Druck bis hin zum Converting verfügt adapa über ein umfassendes Know-how. Mit sehr erfahrenen Kompetenzzentren in ganz Europa spricht adapa die Sprache seiner Kunden – sei es Niederländisch oder Käse.